Maschinenring Traunstein GmbH

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Bundesverband der Maschinenringe

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„Die längste Kampagne seit es Rübenzucker gibt“

Datum: Montag, 30. Januar 2012

Rübenverladung der MR-Tranportgenossenschaft in Schleswig-Holstein (Foto: Buchholtz)

 

„Noch nie haben wir so früh begonnen und noch nie waren wir so spät fertig“, bringt Heiko Stasinski die Kampagne 2011 auf den Punkt. Der Geschäftsführer der Transportgesellschaft der Maschinenringe in Schleswig-Holstein blickt auf 117 Anfuhrtage, Rekorderträge, überdurchschnittliche Zuckergehalte und nur wenige Schäden an den LKW zurück.

 

Vom 8. September bis 14. Januar waren 70 Sattelzüge mit Leichtbau-Mulden zwischen den Rübenmieten im nördlichsten Bundesland und der Zuckerfabrik Uelzen unterwegs. Im Durchschnitt rund 400 km Fahrstrecke hin und zurück legten die Fahrer der Transportgesellschaft St.Michaelisdonn mit Sitz in Albersdorf bei jeder Tour zurück. Durch die unproblematischen Wetter- und Straßenverhältnisse waren nur wenige Fahrzeugschäden und keine Personenschäden zu beklagen.
 
„Das gute Jahr war dringend nötig“
„Das gute und unproblematische Jahr für die Transporteure war dringend notwendig, um zusätzlichen Aufwand und hohe Fahrzeugschäden durch das Dilemma der vergangenen Kampagnen auszugleichen“, betont Heiko Stasinski. Dabei war der Kampagne-Start alles andere als gut. „In den ersten drei Wochen waren die Böden so nass, dass die geplanten Flächen noch nicht gerodet werden konnten. Wir mussten kurzfristig umplanen und auf besser befahrbare Standorte ausweichen. Glücklicherweise konnten wir ab Oktober wieder in unsere ursprüngliche Planung einsteigen.“ Anfang Dezember lagen die letzten Rüben in Schleswig-Holstein in den Mieten. Der trockene November mit nur wenigen Millimetern Niederschlag machte es schließlich auch den Rodern leicht. Planmäßig wurden die Mieten ab Anfang Dezember mit Flies abgedeckt.
 
Der Zuckermarkt floriert - größere Anbaufläche und hohe Erträge
Nasse Sommer bringen die höchsten Rübenerträge! Das hat sich in der Saison 2011 eindrucksvoll bestätigt. 535.000 t Rüben hat die Transportgemeinschaft in Schleswig-Holstein in der zurückliegenden Kampagne verladen. 2010 waren es noch 426.000 t. Selbst die Basismenge für die Planungen 2011 von 450.000 t wurde um fast 19 % übertroffen. Wegen der großen Nachfrage auf dem Zuckermarkt wurden nur 17.800 t für die Vergärung an Biogasanlagen geliefert – deutlich weniger als die 30.000 t im vergangenen Jahr. Der Schmutzanteil lag mit rund 10 % wieder im üblichen Rahmen. 2010 wurden 12.6 % gemessen.
 
Wer will noch Rüben fahren?
Der Mangel an qualifizierten LKW-Fahrern habe sich in der Kampagne 2011 weiter verschärft, so der TG-Geschäftsführer. „Die jungen scheuen die hohen Kosten für den CE-Führerschein und die älteren die regelmäßige Berufskraftfahrer-Qualifikation. Besonders groß war der Fahrer-Engpass im September/Oktober. Als jedoch der Silomais gehäckselt und die Herbst-Bestellung fertig waren, wurden bei den Lohnunternehmen und in den Ackerbaubetrieben Arbeitskräfte frei. Insgesamt sei auch das Lohn-Niveau für die Rüben-Fahrer vergleichsweise wenig attraktiv, beklagt Heiko Stasinski. Die Transporteure könnten allerdings auch nur das weitergeben, was sie über die Frachten von der Nordzucker bekommen.